Partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni

An diesem Tag werden die Teleskope schon am Tag Richtung Himmel gerichtet. Um die Sonne zu beobachten sind immer spezielle Filter notwendig. Schauen Sie niemals ungeschützt in die Sonne.

 

Um Allen die Möglichkeit der Beobachtung zu ermöglichen, wird es zu diesem Ereignis einen Live-Stream über Youtube geben.

Finsternis Details

Am 10. Juni ist es wieder einmal soweit. Zwischen 11:40 Uhr und  13:40 Uhr verdunkelt der Mond die Sonne. Er macht das bei uns nur  teilweise. Darum sprechen wir auch von einer partiellen  Sonnenfinsternis . Die letzte dieser Art hatten wir im März 2015. Um  diesmal die Sonnenfinsternis „total“ zu erleben, müssten wir uns  jenseits des nördlichen Polarkreises begeben. Aber auch da ist sie  nicht wirklich total, weil der Mond zurzeit eine seiner größten  Entfernungen von der Erde hat. Die etwas kleiner wirkende  Mondscheibe kann die Sonne nicht vollständig abdecken. Es bleibt  außen ein Ring. Es bildet sich daher nur eine ringförmige Sonnenfinsternis.



Aktueller Sternenhimmel über Bautzen - Monat Juni

Tageslängen

Am 01. Juni haben wir mit dem Sonnenaufgang um 04:52 Uhr (MESZ) und dem Sonnenuntergang um 21:08 Uhr über 16 Stunden Tageslicht.  Mit dem Sonnenaufgang am 30. Juni um 04:50 Uhr und Sonnenuntergang um 21:21 Uhr sind es dann am Monatsende sogar noch 16,5  Stunden. Aber es geht schon wieder rückwärts. Denn in Bautzen beginnt am 21. Juni um 05:32 Uhr, mit dem längsten Tag des Jahres (16:34:43  Stunden) der kalendarische Sommer. Die Sonne erreicht den Gipfel ihrer scheinbaren Jahresbahn durch den Tierkreis. Sie wechselt  aus dem Sternbild Stier absteigend in das der Zwillinge.

Sternenhimmel

Langsam rückt nun auch das Sommerdreieck in unser Blickfeld. Im Südosten  funkeln uns Deneb (Sternbild Schwan), Altair (Sternbild Adler) und Wega  (Sternbild Leier) entgegen.

Gleichzeitig können wir im Südwesten weiterhin das  Frühlingsdreieck sehen: Arktur (Sternbild Bärenhüter - Bootes), Regulus  (Sternbild Löwe) und Spica (Sternbild Jungfrau). 

 

Im Norden haben sich der „Große Wagen“ und das „Himmels-W (die  „Kassiopeia“) wieder ein Stück auf ihrem jährlichen Tanz um den Polarstern  weitergedreht. Der Große Wagen steigt ab und die Kassiopeia auf.

Mond, Jupiter und Saturn

Unmittelbar am ersten Morgen des neuen Monats  ergibt sich zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr eine  sehr schöne Konstellation der „Gasriesen“ Jupiter  und Saturn mit dem Mond.

 

Diese Konstellation wiederholt sich am  Monatsende, am 28. Juni. Allerdings dann  überstrahlt vom fast noch vollen Mond.


Besonders der Saturn ist mit seinem Ringsystem immer wieder ein beindruckender Anblick durch die Teleskope. Hätten die Dinosaurier im  Mesozoikum, dem Erdmittelalter, Fernrohre besessen, Saturnringe hätten sie nicht gesehen. Es gab sie einfach noch nicht. Nun verlieren die  Ringe aber permanent an Masse. Sie werden kleiner und mit der Zeit durch kosmischen Staub immer dunkler. Nach weiteren hundert Millionen  Jahren sind sie dann wieder verschwunden. Wir sollten uns also „beeilen“, diesen Anblick zu genießen.


Raumfahrt

Mars

Nun ist auch die chinesische Sonde am 15. Mai auf dem Mars  gelandet und ihr Fahrzeug „Zhurong“ (Feuergott) erkundet die  Umgebung. Damit drehen augenblicklich drei Roboter gleichzeitig auf  unserem Nachbarplaneten ihre Runden: „ Perseverance“ -  begleitet vom Hubschrauber „Ingenuity“ und „Zhurong“. Die  Erforschung des Mars hat eine neue Stufe erreicht.

Raumstationen

Das erste, das Kernmodul der chinesischen Station „Tiangong“  befindet sich mit einem Apogäum (Erdferne) von 392 km und einem  Perigäum (Erdnähe) von 367 km seit Ende April in der  Erdumlaufbahn. Ein Umlauf dauert damit ca. 92 Minuten. Die anderen  Module folgen im nächsten Jahr. Auch wird nun erwartet,  dass im Juni die ersten Taikonauten „ihre“ Station beziehen, um sie in  Betrieb zu nehmen.

 

Bei einer Bahnneigung von nur 41,5° (die  Internationale Raumstation ISS hat 51,6°) ist die chinesische Station  von Bautzen aus gelegentlich und nur sehr tief am südlichen Horizont  für einige Minuten schwach auszumachen. So am 28. Juni  in den frühen Morgenstunden, gemeinsam mit Mond, Jupiter und  Saturn. Unmittelbar danach, um 03:26 Uhr, taucht dann an fast gleicher Stelle hell leuchtend die ISS auf.