Februar 2022

03.02.1966 unbemannte Mondlandung, Luna 9

Nach einer ganzen Reihe von Fehlversuchen gelang es der Sowjetunion als erste einen Raumflugkörper weich auf dem Mond zu landen.

Die wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Mission waren Fotos von der unmittelbaren Mondoberfläche, die Werte der dort herrschenden kosmischen Strahlung sowie die Erkenntnis, dass man bei der Landung nicht im „Mondstaub“ versinkt. 


13.02.1937 geb. Sigmund Jähn (1937–2019), erster Deutscher im All

Von den vier für einen Raumflug ausgewählten NVA-Flugzeugführern startete letztendlich er am
26. August 1978  zur Raumstation „Saljut“. Dort führte er zusammen mit seinen drei sowjetischen Kollegen bis 3. September eine

Woche lang  unterschiedlichste wissenschaftliche Experimente durch. Nach seiner Rückkehr zur Erde wurde er zum Helden stilisiert

und zum General ernannt - eine Rolle die er ausführte, die ihm aber nicht lag. Mit den Experimenten zur Erdbeobachtung promovierte

er später zum Dr. rer. nat. Nach 1990 unterstützte er dann als Berater die ESA-Astronauten bei der Vorbereitung ihrer Flüge. 

Siehe auch 26. August


15.02.1564 geb. Galileo Galilei (1564–1642)

Als Universalgelehrter beschäftigte er sich mit allen Problemen seiner Zeit. Er gilt als Begründer der modernen Naturwissenschaften.

In der Astronomie hat er allerdings einen besonderen Platz. Die von ihm nicht erfundenen, aber gebauten Linsenfernrohre gestatteten Beobachtungen, die bald mit dem damaligen kirchlichen Weltbild kollidierten. Unter dem Druck der Inquisition verleugnete er offiziell

seine Erkenntnisse, trennte sich aber geistig nie davon. Erst 1992 wurde er offiziell vom Pabst rehabilitiert.


19.02.1473 geb. Nikolaus Kopernikus (1473–1543)

Aufbauend auf andere, begründete der Astronom, Priester und Arzt das heliozentrische Weltbild. Das heißt, dass die Sonne im

Mittelpunkt unseres Planetensystems steht und nicht die Erde. Diese Auffassung wurde aber zu seinen Lebzeiten als Phantasie

abgetan und er hatte keine Schwierigkeiten mit der Kirche.  Erst seine Nachfolger mussten diese Auseinandersetzung führen.


17.02.1600 Giordano Bruno (1548–1600) als Ketzer verbrannt

Der Dominikaner-Mönch vertrat die Theorie von einem unendlichen Weltall in dem kein Platz für einen Gott ist.

Da er nicht bereit war zu widerrufen, wurde er auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.

Im Jahr 2000 rehabilitierte ihn der Papst.


24.02.1925 geb. Dr. Helmut Bernhard, (1925–2010)

Als ehemaliger im Astronomiezirkel tätiger Schüler bei Studienrat Johannes Franz, führte Dr. Helmut Bernhard seine Leidenschaft für die Astronomie an der Sternwarte in Bautzen fort. Schon sehr bald nach 1945 kam es durch sein Wirken, unter Einbeziehung von interessierten Wissenschaftlern und Pädagogen, zu Beratungen über die Einbindung eines Faches Astronomie in den Fächercanon an den Schulen. Dies führte letztlich nach dem Start von Sputnik 1 zur Einführung des Astronomieunterrichts in der DDR im Jahre 1959. Daraus resultierte auch die Notwendigkeit der Herausgabe einer Fachzeitschrift, die er zusammen mit Hans Joachim Nitschmann als „Astronomie in der Schule“ gründete und deren Redakteur er lange Zeit war.


29.02.1932 geb. Studienrat Hans Joachim Nitschmann (1932–2011)

Als besonders engagierter Mitarbeiter von Studienrat Johannes Franz, führte Hans Joachim Nitschmann mit ihm die Betreuung von Schülergruppen, aber auch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Pädagogen zur Herausarbeitung der Bedeutung eines Unterrichtsfaches Astronomie fort. Dieses langfristige Projekt gipfelte nach Start von Sputnik 1 in dem Ergebnis, dass 1959 das Fach Astronomie als Schulfach in der DDR eingeführt wurde. Daraus ergab sich die Notwendigkeit der Schaffung von Lehrplänen, Lehrbüchern, Qualifizierung der Pädagogen und der Herausgabe einer Fachzeitschrift. Hans Joachim Nitschmann hat am Erarbeiten dieser Materialien und des Austauschs mit den Lehrenden einen sehr großen Anteil. Aus dem Grunde wurde er auch von der AKADEMIE DER PÄDAGOGISCHEN WISSENSCHAFTEN DER DDR, Institut für mathematischen, naturwissenschaftlichen und polytechnischen Unterricht als Mitglied der Forschungsgruppe Astronomie berufen. Des Weiteren führte er zusammen mit seinen Mitarbeitern die erfolgreiche Beteiligung der Sternwarte am internationalen Satellitenbeobachtungsprogramm INTEROBS durch. Als langjähriger Leiter der Schulsternwarte Bautzen bis zum Jahre 1995 gebührt ihm hohe Anerkennung für die Organisation einer besonderen außerunterrichtlichen Bildungsstätte, die deutschlandweit und auch im Ausland Anerkennung fand.